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Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen.

(Dieter Hildebrandt, dt. Kabarettist)

 


Rückumwandlung einer GmbH

Bis zum 31.12.2005 wurden exzessiv die steuerlichen Vorteile nach dem Umgründungssteuergesetz im Rahmen einer Einbringung eines Einzelunternehmens in eine GmbH genützt.

In letzter Zeit stellen sich viele Gesellschafter die Frage, ob die vor Jahren getroffene Wahl zur Gründung einer GmbH auch heute noch den Ansprüchen einer optimalen Rechtsformwahl genügt.

Unbestritten hat die GmbH ihre Vorteile, wie etwa die Reduzierung der Steuerbelastung von 50 % auf 43,75 %. Auch bietet sich die GmbH an, wenn Gewinne nicht ausgeschüttet sondern thesauriert (dh im Unternehmen belassen) werden sollen, damit etwa Mittel zur Tilgung von Krediten zur Verfügung stehen. Überdies führt dieses "Stehenlassen" auch zu einem besseren Rating bei Banken und niedrigeren Fremdkapitalzinsen.

Der Gesetzgeber ist aber auch in den letzten Jahren nicht untätig geblieben und hat durch Einführung des Gewinnfreibetrages Einzelunternehmen und Personengesellschaften attraktiver gemacht, die nun eine echte Alternative zur GmbH darstellen.

Bei entsprechenden Investitionen in Analgevermögen oder in Wertpapiere bis zu einem Gewinn in Höhe von € 769.230,00 werden Einzelunternehmen und Personengesellschaften attraktiver besteuert als die GmbH.

In Fällen, in welchen die GmbH bereits seit vielen Jahren Verluste erwirtschaftet, wäre ebenfalls anzudenken, die GmbH in ein Einzelunternehmen umzuwandeln, da die Bezahlung der jährlichen Midestkörperschaftsteuer in der Höhe von € 1.750,00 eine unnötige Belastung der Liquidität darstellt. Auch könnten die in der GmbH angesammelten Verlustbeträge auf den Unternehmer übertragen werden, welcher diese gegen andere Einkünfte gegenverrechnen und somit Steuern sparen kann.

Eine ideale Kombination zwischen Personengesellschaft und Haftungsbeschränkung stellt die sogenannte GmbH & Co KG dar.

In dieser Gesellschaft ist der vollhaftende Komplementär eine GmbH, deren Haftung – mit wenigen Ausnahmen – auf die übernommene Stammeinlage beschränkt ist.

Der Unternehmer als Kommanditist selbst haftet dann lediglich mit seiner Kommanditeinlage, die gering gehalten werden kann.

Ebenso bietet eine GmbH & Co KG bei optimierter Verteilung von Grund und Boden bzw. Personal auf die jeweiligen Komplementäre bzw. Kommanditisten eine perfekte Symbiose zwischen den steuerlichen Vorteilen der Personengesellschaft und den Haftungsbeschränkungen einer GmbH.